CORONAVIRUS – Infoseite für die Sportartikel- und die Fahrradbranche

Letztes Update: 5.5.2020

Die Bekämpfung der Ausbreitung des COVID-19 Virus ist eine enorme Herausforderung für die Menschen und Unternehmen in Österreich. Die aktuellen Entwicklungen ziehen viele Unsicherheiten mit sich – sowohl in gesundheitlicher, als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Der VSSÖ ist seit Beginn im permanentem Austausch mit Regierungsstellen, Ministerien und der WKO. Auf dieser Seite werden die relevanten Informationen für die Sportartikelbranche zusammengefasst und regelmäßig aktualisiert.

Wie die Regierung hilft bzw. mit welchen Unterstützungen sie rechnen können finden sie sehr übersichtlich in diesem Schreiben der WKO über Kosten!

BRANCHENEMPFEHLUNG für Orderzentren und Ordertage

Aufgrund dieser gesetzlichen Lage empfehlen wir vom VSSÖ die Öffnung von Orderzentren und die Durchführung von Ordertagen für Sportartikel frühestens ab 2. Mai 2020.

Lesen Sie mehr hier ………

Öffnung des Fahrrad- uns Sportartikelhandels für Geschäfte bis max. 400m2 Größe (ab dem 14.4.2020)

Ab 14.4. dürfen Fahrrad- und Sportartikelgeschäfte wieder aufsperren, jedoch nur unter den folgenden Bedingungen:

  • Max. 400m2 Verkaufsfläche (derzeit klären wir ab ob die Verkaufsfläche von größeren Geschäften reduziert werden darf)
  • Nur ein Kunde pro 20 m2
  • Sicherstellen der maximalen Kapazität durch Einlasskontrolle
  • Kunden und Mitarbeiter müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen
  • Regelmäßiges Desinfizieren muss sichergestellt werden

Befindet sich das Sportartikelgeschäft in einem Einkaufszentrum, welches  gesamt die 400 m2 Grenze übersteigt, so ist von einer Öffnung noch abzusehen.

Ab 1. Mai dürfen dann alle Fahrrad- und Sportartikelgeschäfte unter Einhaltung der Hygienevorschriften wieder aufsperren!

Allgemeine Informationen der Bundesregierung über die teilweise Öffnung von Gewerbebetrieben finden sie hier ……..

Öffnung Fahrrad-Verleih (ab dem 3.4.2020)

So wie Fahrradwerkstätten für Reparaturen und Service dürfen nun auch Fahrrad Verleihgeschäfte unter Einhaltung der Hygienevorschriften ihre Pforten wieder öffnen.

Der VSSÖ hat sich mit der WKO dafür seit Tagen stark gemacht und die Verantwortlichen teilen die Meinung, dass der Fahrradverleih gleich einzustufen ist wie der Autoverleih. Um die Mobilitätskette zu garantieren, dürfen deshalb Fahrräder nun auch wieder verliehen werden.

Jedoch ACHTUNG: das Fahrrad soll und darf nur für notwendige Fahrten verwendet werden (Einkaufen, Arzt, Apotheke, ….).
Als Sportgerät ist es derzeit nicht zu benutzen!

Öffnung von Fahrrad Werkstätten (ab dem 18.3.2020)

Laut der Verordnung des Sozialministeriums betreffend vorläufige Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 ist das Betreten des Kundenbereichs seit 16. März 2020 auch in Sport- und Radgeschäften untersagt (Kriterien zur Schließung von Geschäften finden Sie hier). Eine Ausnahme sind seit 18.3.2020 Fahrrad Werkstätten.

Zulässig ist: Wartung, Service Reparatur etc. Bei der Übergabe sind die Hygieneverhaltensregeln zu beachten

Nicht zulässig: Verkaufsgeschäft (Ausnahme: Fahrradschlauch- oder erforderlicher Ersatzteilverkauf)

Worauf ist bei Öffnung zu achten:

  • Kein direkter Kontakt mit dem Kunden!
  • Keine Barzahlungen!
  • Mitarbeiter_innen sollten alleine oder mit dem Mindestabstand von einem Meter!
  • Vermeiden Sie unnötige Fahrten mit dem Fahrrad

Es ist in jedem Fall darauf zu achten, dass unnötige Fahrten und unnötiger Kontakt vermieden wird, da dies im Gegensatz zu den Maßnahmen der Bundesregierung steht. In diesem Zusammenhang muss auch darauf hingewiesen werden, dass die Reparatur von Fahrrädern nicht dazu führen darf, dass mehr Menschen das Fahrrad für Sport oder Freizeitaktivitäten verwenden. Dies ist bis mindestens 13. April strikt untersagt und würde in weitere Folge auch dazu führen, dass bei Unfällen wichtige Ressourcen aus dem Gesundheitswesen blockiert werden.

Aus heutiger Sicht können wir nicht beurteilen ob eine Öffnung bzw. eine tlw. Öffnung eine Auswirkung auf den Zugang von Förderungen hat.

FAQs zur Öffnung von Fahrrad-Werkstätten

Dürfen Werkstätten mit Fahrrädern in Zeiten des Betretungsverbotes öffnen?

Ja dürfen sie. Dies wurde auch seitens Ministeriums durch ein persönliches Mail an Michael Nendwich nochmals bekräftigt und klargestellt.

Wie viele Personen können in der Werkstatt arbeiten?

Wichtig sind in diesem Zusammenhang die Einhaltung der Hygienevorschriften wie zum Beispiel der Mindestabstand. Je weniger Mitarbeiter_innen miteinbezogen werden desto besser, da bei größeren Gruppen das Risiko der Ansteckung steigt und zwar beim Weg in die Arbeit und zurück als auch in der Arbeit.

Dürfen die Kunden die Fahrräder bringen/abholen?

Wenn die Fahrräder für wichtigen Fahrten (Arbeit, Arzt, Apotheke, einkaufen) verwendet werden, dann ist dies möglich. Es muss in jedem Fall der direkte Kontakt aber auch unnötige Fahrten vermieden werden. Freizeitfahrten stehen im klaren Wiederspruch zu den von der Bundesregierung ausgegeben Ausgangsrestriktionen.

Dürfen Ersatzteile auch für die Selbstmontage verkauft werden?

Ja, erforderliche Ersatzteile die notwendig sind um die Mobilität für notwendige Fahrten (Einkaufen, Arbeit, Arzt, Apotheke) aufrecht zu erhalten.

Gelten diese Regelungen auch für Gebiete, die unter Quarantäne stehen?

Dies ist von der jeweiligen Landesregierung zu entscheiden und kann nicht pauschal beantwortet werden.

Wofür darf das Fahrrad derzeit verwendet werden?

Das Fahrrad darf derzeit nur für notwendige Fahrten wie einkaufen, zur Apotheke, zum Arzt oder zur Arbeit verwendet werden. Unnötige Fahrten müssen vermieden werden!

Kurzarbeit

Zwei neue Infos vom 24.3.20 in FETT

  • Es wird nun auch im Krankheitsfall die COVID-19 Kurzarbeitsbeihilfe bezahlt:
    •  Folgende Lösung wurde erzielt: das AMS zahlt die Beihilfe auch für Arbeitszeiten, die aufgrund von Krankenstand entfallen.
    • Ein Beispiel: Gibt es im Unternehmen Kurzarbeit und wird die Arbeitszeit etwa von 40 auf zehn Stunden reduziert, dann werden drei Viertel des Krankenstands vom AMS getragen, das Unternehmen zahlt nur für zehn Stunden
  • wenn ein Unternehmer einen gekündigten Mitarbeiter nun doch auf Kurzarbeit umstellen möchte, dann ist dies möglich, jedoch VORSICHT:
    • Wenn ein Betrieb seine Mitarbeiter abgemeldet hat, jetzt aber rückwirkend auf das Kurzarbeitsmodell umsteigen will, dann soll er bitte NICHT den oder die Mitarbeiter wieder rückwirkend anmelden (löst automatisch eine Sanktion wegen verspäteter Anmeldung aus – Behebung auf Antrag nötig und natürlich auch möglich, aber Arbeitsaufwand) sondern er soll die ABMELDUNG STORNIEREN – Dann läuft der Versicherungsverlauf durch und es gibt keine Sanktionen.
  • COVID-19 Kurzarbeit ist seit 18. März 2020 über das AMS zu beantragen
  • COVID-19 Kurzarbeit ist rückwirkend bis 1. März möglich
  • Maximale Dauer: 3 Monate (mit möglicher Verlängerung um weitere 3 Monate)
  • Einzelvereinbarungen mit Mitarbeiter_innen wenn es keinen Betriebsrat gibt sind nötig.
  • COVID-19 Kurzarbeit bei Altersteilzeit nicht möglich

Informationen und Formulare betreffend Kurzarbeit wegen COVID-19:

Bundesrichtlinie Kurzarbeitsbeihilfe COVID-19

Kurzarbeit Handlungsanleitung Corona Sozialpartnervereinbarung vom 19.3.2020

Anleitung der WKO – ­Bundesrichtlinie Kurzarbeit COVID-19

COVID Pauschalsatz mit Erläuterungen

Kurzarbeit Pauschalsatztabellen 2020

Formular: Kurzarbeit Begehren Formular des AMS

Formular: Sozialpartnervereinbarung Coronoa Formular

Bis zu 38 Milliarden Euro Soforthilfe der Bundesregierung:

Das bereits verabschiedete Soforthilfepaket von 4 Milliarden Euro wurde in den letzten Tagen bereits fixiert. Nun sollen weitere Unterstützungspakete folgen. Insgesamt wolle man bis zu 38 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, darunter 9 Milliarden Euro für Garantien und Haftungen zur Kreditabsicherung, 15 Milliarden Euro an Notfallhilfe für Branchen, die „besonders hart“ getroffen werden, sowie 10 Milliarden Euro für Steuerstundungen.

Fixiert ist:

  • Kurzarbeit (auch für Lehrlinge)
  • Übernahme der Lohnkosten in Höhe von bis zu einem 1/3 bei Pflegeurlaub
  • Übernahme von Haftungen bei Banken
  • Direktkredite/temporäre zurückzahlbare Förderungen von Ministerien
  • Direkt Förderungen für EPUs und Familienbetriebe
  • Stundung von Steuern

Weitere Punkte mit spezieller Unterstützung für die Sportartikelbranche werden wir ab Fixierung hier veröffentlichen!

Erleichterung bei Steuerzahlungen:

Die Information des BMF zu den Erleichterungen finden Sie im Detail online unter: https://www.bmf.gv.at/presse/pressemeldungen/2020/maerz/sonderregelungen-coronavirus.html

Fairer Wettbewerb

Bei allen stationären Handelsformen wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nur Waren verkauft werden, die in der Verordnung des Sozialministeriums in den ausgenommen „Bereich“ (vgl. § 2) fallen. Diesbezüglich gab es bereits einen konkreten Fall bei Müller, die auch Spielzeug verkauft haben. Die entsprechenden Warengruppen wurden dann über die EAN-Codes gesperrt.

Wir weisen darauf hin, dass es bei Verstößen keine zivilrechtliche rechtliche Handhabung gibt. Man kann den Verstoß gegen die Verordnung jedoch bei der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft zur Anzeige bringen. Die BH kann daraufhin Verwaltungsstrafen verhängen.

Falls es andere Beispiele des unfairen Wettbewerbs gibt, dann können Sie diese gerne an info@vsso.at melden und wir gehen dem nach!

Amazon

Amazon teilte in einer Presseinformation am 18.3. mit, dass die Auslieferung nicht essenzieller Produkte eingestellt wird. Das betrifft auch alle Produkte aus dem Bereich Sportartikel. Der Lieferstopp gilt vorerst bis 5. April 2020. Somit konnten wir eine politische Forderung auf EU-Ebene mit Hilfe der FEDAS und der FESI und vielen anderen Organisationen durchsetzen.

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