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Update für Händler: Normen, Sicherheit & Haftung im Wintersport 2025

die Wintersaison 2025 bringt wichtige Neuerungen bei internationalen ISO-Normen sowie aktuelle Entwicklungen aus der Praxis. Diese Themen betreffen alle, die im Verkauf oder Verleih mit Ski, Schuhen und Bindungen arbeiten.

Foto: Klaus Rauscher GmbH
Foto: Klaus Rauscher GmbH
Neue und aktualisierte Normen
  • ISO 6289 – Ski Vocabulary
    Einheitliche Fachbegriffe erleichtern Beratung, Dokumentation und den Austausch mit Herstellern.
  • ISO 23332 – Walking Soles
    Präzisiert Anforderungen an Gehsohlen (z. B. GripWalk, Touring). Wichtig: Nicht jede Sohle ist mit jeder Bindung kompatibel – Fehleinstellungen können zu Sicherheitsrisiken führen.
  • ISO 11087 – Testverfahren für Bindungen
    Neues Prüfverfahren mit 45°-Belastung zeigt, dass Stopper teilweise zu groß ausfallen können → mögliche Beeinträchtigung der Auslösung.
  • ISO 9523 (Tourenskischuhe)
    Präzisere Vorgaben zu Geometrien und Abständen. Viele ultraleichte Tourenskischuhe erfüllen diese Norm nicht.
Normgerecht vs. nicht genormt – was heißt das für den Handel?
  • Normgerechtes Material ist klar geregelt und erleichtert die Arbeit: Kompatibilität und Sicherheit sind nachweisbar.
  • Nicht genormtes Material darf ebenfalls verkauft oder verliehen werden. Entscheidend ist:
    • Systeme schnell und zuverlässig analysieren,
    • Kunden aktiv informieren,
    • und dokumentieren, warum welche Kombination verwendet wird.

👉 Nur so lassen sich sichere Entscheidungen treffen, die sowohl den Einsatz des Materials als auch die Sicherheit der Kunden gewährleisten.

Sicherheit & Haftung – aktuelle Entwicklung
  • In den letzten Jahren nehmen die Fälle von Fehlanpassungen und Unfällen zu.
  • Es geht dabei nicht nur um die Haftung der Händler, sondern in erster Linie um die Sicherheit der Kunden.
  • Diese Sicherheit können wir nur garantieren, wenn:
    • Kompatibilitäten erkannt werden,
    • und Bindungen korrekt geprüft und eingestellt sind.

👉 Visuelle Kontrolle allein reicht nicht mehr. Analyse-Systeme und elektronische Prüfgeräte werden zum Standard.

Chancen für den Fachhandel
  • Sicherheit als Verkaufsargument: Klare Prozesse und fachgerechte Dokumentation schaffen Vertrauen.
  • Mehrwert durch Expertise: Kompetenz im Umgang mit nicht genormtem Material hebt Händler vom Wettbewerb ab.
  • Zukunftssichere Prozesse: Elektronische Prüfgeräte ermöglichen schnelle, nachvollziehbare und rechtssichere Einstellungen.
Fazit für Ihr Geschäft

Schulungen sind unverzichtbar – nur geschultes Personal darf Montage & Einstellung eigenverantwortlich durchführen.
Kompetenz zählt mehr denn je – gerade bei komplexem oder nicht genormtem Material.
Kundensicherheit steht an erster Stelle – sie ist nur durch fachgerechte Analyse, Prüfung und Einstellung gewährleistet.

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